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Warum ich Hilfsmittel benutze, obwohl sie nichts lösen

Abends leer, obwohl der Tag normal war? Warum manche Menschen mehr wahrnehmen, welche Lösungen und kleinen Hilfsmittel im Alltag wirklich entlasten und wo sie an ihre Grenze kommen.

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Aquarell eines aufgeräumten Fensterplatzes mit einer Tasse, einem offenen Fenster und weichem Morgenlicht.Mit KI erstellt

Warum bin ich abends leer, obwohl der Tag doch normal war?

Du sitzt abends auf dem Sofa, endlich ist Ruhe, und du fühlst dich, als hättest du einen Umzug hinter dir. Dabei war nichts Besonderes. Einkaufen, Wäsche, ein paar Nachrichten beantworten, Abendessen. Nichts davon steht auf einer Liste, die irgendjemand beeindruckend fände.

Vielleicht kennst du das aus dem Büro, wo du dich nach vier Stunden Großraum fühlst wie nach einer Doppelschicht. Vielleicht kennst du es als Mama, wenn dein Kind erzählt und gleichzeitig das Radio läuft und du merkst, wie dir langsam der Boden unter den Füßen wegrutscht, obwohl beides schön ist. Vielleicht kennst du es abends im Bett, wenn dein Kopf noch fünf Gespräche nachspielt, die längst vorbei sind.

Wenn du dich hier wiederfindest, bist du richtig.

Ich bin Jennyfer, Sensi-Begleiterin, und ich begleite feinfühlige Frauen in dem, was ihnen schwerfällt. Was ich nicht bin: Therapeutin, Ärztin oder Wissenschaftlerin. Was ich hier schreibe, sind Beobachtungen aus meinem eigenen Alltag und aus dem, was Frauen mir nebenbei erzählen. Vielleicht erkennst du dich, vielleicht nicht. Beides ist gut.

Falls du beim Lesen merkst, dass dich das berührt und du mit jemandem sprechen möchtest, der nickt statt komisch zu gucken: im Gruppenraum oder im Einzelgespräch ist Platz dafür. Du musst nicht warten, bis du am Ende des Textes angekommen bist.

Was Hilfsmittel wirklich tun, und was nicht

Ich habe auf dieser Webseite eine Seite mit Lösungsideen gesammelt. Werkzeuge, Hilfsmittel, kleine Ideen, wie man das auch immer nennen möchte. Und ich merke, dass diese Sammlung leicht missverstanden wird. Als wären das die Antworten. Als müsstest du nur die richtigen Dinge benutzen, dann wird es besser.

So ist es nicht, und ich möchte das ehrlich sagen, bevor du dort etwas anklickst.

Kein Hilfsmittel nimmt dir ab, was gerade schwer ist. Ohrstöpsel machen den Tag nicht leichter, sie machen ihn nur leiser. Eine App, die deine Gedanken sortiert, denkt nicht für dich, sie legt sie dir nur nebeneinander hin. Und eine Zeiterfassung ändert nichts daran, wie viel du zu tun hast, sie zeigt es dir nur.

Was sie tun, ist etwas anderes und viel kleiner: Sie machen Platz. Sie nehmen dir eine Kleinigkeit ab, damit du die Kraft, die du hast, für das übrig behältst, was wirklich zählt.

Und was du mit diesem Platz machst, fängt bei dir an. Werkzeuge kannst du zwanzigtausend Stück haben. Solange du nicht bei dir selbst anfängst, bringt keines davon etwas.

Warum bin ich so schnell überfordert, obwohl andere das doch auch schaffen?

Diesen Satz höre ich oft, und meistens kommt er mit einem Schulterzucken, als wäre das eine Charakterschwäche.

Ist es nicht. Manche Menschen nehmen einfach mehr wahr. Nicht besser, nicht schlechter, nur mehr. Das Rascheln einer Verpackung, die Stimmung im Raum, den Ton in einer Nachricht, das Licht, das Flackern eines Bildschirms. Nichts davon ist einzeln der Rede wert. Aber es läuft den ganzen Tag mit, und am Abend ist die Rechnung fällig.

Andere hören die Spülmaschine nicht mehr, wenn sie einmal läuft. Du hörst sie den ganzen Tag.

Das hat einen Namen, und wenn du magst, schau in fünf Minuten, ob es zu dir passt: Zum kostenlosen HSP-Test. Du musst dich danach nicht anders nennen, und alles, was hier steht, gilt für dich auch ohne Etikett. Manchmal hilft es nur zu wissen, dass es eine Erklärung gibt und nicht nur einen Vorwurf an dich selbst.

Welche Lösung passt gerade zu dir?

Ich habe die Ideen bewusst nicht nach Produkten sortiert, sondern nach dem, was gerade weh tut. Manches davon ist eine schnelle Lösung für die nächsten fünf Minuten, anderes ein Hilfsmittel, das dauerhaft mitläuft. Wenn du magst, springst du direkt dorthin:

Zwei davon hat mein Mann Andreas gebaut, das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Ich benutze sie, weil sie mir helfen, und nicht andersherum.

Was ich zuerst probiere, bevor ich zu einem Hilfsmittel greife

Meistens ist das Einfachste das Wirksamste, und es kostet nichts.

Ich gehe raus. Nicht spazieren im Sinne von Sport, sondern einmal vor die Tür, auch wenn es nur fünf Minuten sind. Ich mache das Radio aus, wenn ohnehin schon jemand redet. Ich lege das Handy in einen anderen Raum, wenn ich merke, dass ich alle drei Minuten danach greife. Und ich sage manchmal einen Termin ab, von dem ich weiß, dass ich ihn nicht tragen kann.

Das klingt banal. Es ist auch banal. Und es hilft trotzdem mehr als jede App.

Erst wenn das nicht reicht, greife ich zu etwas. Nicht als erste Antwort, sondern als Unterstützung für einen Tag, der ohnehin schon viel verlangt.

Der Teil, der Zeit braucht

Ich möchte nichts versprechen, was nicht stimmt. Nichts davon macht dich robuster. Kein Ohrstöpsel und keine App verändert, wie viel du wahrnimmst, und keine von beiden bringt dir bei, freundlicher mit dir umzugehen, wenn ein Tag nicht so lief, wie du wolltest.

Das ist der Teil, der Zeit braucht, und der geht nur über dich. Nicht an einem Wochenende und nicht durch die richtige Liste. Peu à peu, mit Rückschritten, so wie alles, was wirklich hält.

Aber während das wächst, darfst du dir das Leben etwas leichter machen. Das ist kein Ausweichen. Das ist Fürsorge.

Wenn du an dieser Stelle weitergehen möchtest

Die Hilfsmittel oben nehmen dir Kleinigkeiten ab. Zwei Dinge gehen darüber hinaus.

Schau dir an, wie du gestrickt bist. Nicht um dich einzuordnen, sondern um aufzuhören, dich mit einem Maßstab zu messen, der nicht für dich gemacht ist. Was mir der Personal Code gezeigt hat erzählt, wie mir das geholfen hat, und dazu gibt es einen kostenlosen Einblick.

Und such dir jemanden, der nicht sofort einen Tipp gibt. Ein Kennenlerngespräch ist kostenlos und unverbindlich, im Gruppenraum sitzen andere, die dasselbe kennen, und in der 1:1 Begleitung nehmen wir uns die Zeit, die es braucht.

Wenn du das hier liest und nickst

Dann bist du nicht zu empfindlich und nicht zu langsam, und du machst auch nichts falsch. Du nimmst nur mehr wahr, und das kostet Kraft, die andere für etwas anderes übrig haben.

Nimm dir, was dir hilft, und lass den Rest liegen. Du musst nicht alles ausprobieren, und du musst auch nichts kaufen. Ein einziger Handgriff, der deinen Tag um ein bisschen entlastet, ist genug für den Anfang.

Es darf weich werden. Auch in dir.

Deine Jennyfer

Einmal im Monat ein Brief

Wenn dir der Text gutgetan hat: Einmal im Monat schreibe ich auf, was mich gerade beschäftigt. Ruhig, ohne Programm, und du kannst jederzeit wieder gehen.

Hast du dich wiedererkannt?

Komm gern in den Gruppenraum. Kleine Runde, maximal drei Frauen. Alles feinfühlige Menschen, die nicken statt komisch zu gucken.

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