Fünf Sätze, die mich getragen haben
Fünf Sätze, die mich durch schwere Tage getragen haben. Keine Ratgeber-Sprüche, sondern ruhige Wahrheiten zum Wiederlesen.
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Mit KI erstelltEs gibt Sätze, die verändern nichts an deiner Situation. Der Tag bleibt voll, die Kinder bleiben laut, der Kopf bleibt schnell. Und trotzdem ist danach etwas anders, weil du dich zum ersten Mal nicht mehr falsch fühlst.
Fünf solcher Sätze haben mich durch die letzten Jahre getragen. Ich schreibe dir dazu, in welcher Situation sie entstanden sind. Vielleicht ist einer dabei, den du gerade brauchst.
„Bei anderen: ein Geräusch. Bei dir: alle. Gleichzeitig."
Ich stehe in der Küche und gieße Kaffee ein. Von außen sieht das aus wie jemand, der Kaffee eingießt.
In mir läuft dabei: das Radio, das seit dem Frühstück nebenherläuft. Die Spülmaschine, die gleich piept. Der Hund, der schon an der Tür steht. Und die Stimmung meines Mannes, die ich daran erkenne, wie er die Tasse hält.
Lange dachte ich, ich sei einfach empfindlich. Bis ich verstanden habe: Der Unterschied ist nicht, wie laut etwas ist. Der Unterschied ist, wie viel gleichzeitig ankommt.
Andere hören in so einem Moment ein Geräusch. Ich höre alle. Jedes einzelne wäre kein Problem. Alle zusammen schon.
Seitdem sage ich mir das, wenn ich mich frage, warum ich nach einem Einkauf fertig bin. Nicht weil ich schwach bin. Weil ich mehr aufgenommen habe.
„Du musst nicht erklären, warum dir alles zu viel ist. Es reicht, dass du es merkst."
Das ist der Satz, den ich mir am längsten selbst nicht geglaubt habe.
Ich habe immer erklärt. Warum ich früher gehe. Warum ich das Radio ausmache. Warum ich nach dem Kindergeburtstag erstmal nicht reden kann. Ich hatte für alles eine Begründung parat, weil ich Angst hatte, sonst als kompliziert zu gelten.
Irgendwann habe ich gemerkt, wie viel Kraft das kostet. Man rechtfertigt ja nicht nur eine Entscheidung. Man rechtfertigt sich als ganzer Mensch, immer wieder.
Heute reicht mir: Ich merke, dass es zu viel wird. Punkt. Ich muss es nicht verstehen, nicht belegen und niemandem beweisen. Bemerken genügt.
Das Verrückte daran: Seit ich weniger erkläre, fragt auch kaum noch jemand nach.
„Du bist keine zu sensible Mama. Du bist eine, die mehr aufnimmt."
Spielplatz, halb zwölf. Zehn Kinder, zehn Mütter, zehn Stimmungen. Plus meine.
Ich sitze auf der Bank und lächle. Innerlich zähle ich, wie viele Minuten ich das noch durchhalte. Die Mutter neben mir erzählt, dass ihr Sohn gerade so anstrengend ist, und während ich nicke, rechnet mein Kopf schon: Ist sie wirklich überfordert oder will sie nur erzählen? Soll ich etwas sagen oder lieber nur zuhören?
Dann kommt mein Kleiner und will meine Hand. Ich halte sie. Meine andere Hand ist innerlich noch bei der fremden Mutter.
Früher habe ich in solchen Momenten gedacht, ich sei zu sensibel für dieses Leben. Heute weiß ich, dass ich einfach mehr mitbekomme. Das ist anstrengend, ja. Aber mein Kind wird sich an mich erinnern als die, die wirklich da war. Nicht nur körperlich.
„Es geht nicht darum, es richtig zu machen. Es geht darum, dich selbst mitzumeinen."
Ich habe alles probiert, was man so probiert. Morgenroutine mit sieben Punkten. Meditation. Journaling. Am besten noch vor sechs Uhr aufstehen.
Gescheitert bin ich jedes Mal. Nicht weil ich zu faul war, sondern weil es zu viel war für ein System, das ohnehin schon voll ist.
Was geblieben ist, sind ein paar winzige Sachen. Ein Glas warmes Wasser, bevor irgendwer etwas von mir will. Ein langes Ausatmen, wenn es eng wird. Abends im Bett ein Gedanke an etwas Schönes für morgen.
Das ist keine Routine. Das sind drei Momente am Tag, in denen ich mich selbst mitmeine. Und genau deshalb funktionieren sie.
Wenn du magst, habe ich die kleinen Rituale hier ausführlich aufgeschrieben.
„Es darf leichter werden. Auch für dich."
Diesen Satz schreibe ich unter fast jeden Beitrag. Nicht weil er gut klingt, sondern weil ich ihn selbst so lange gebraucht habe.
Es gibt diese Überzeugung, dass es eben anstrengend ist. Dass man da durch muss. Dass andere es ja auch schaffen, also wird man sich mal zusammenreißen können.
Ich habe Jahre so gelebt. Und ich sage dir aus Erfahrung: Es muss nicht so bleiben. Nicht weil du dich änderst. Sondern weil du anfängst zu verstehen, wie du funktionierst, und dein Leben ein Stück weit darum herum baust.
Das geht langsam. Manches wächst nicht an einem Wochenende, es darf Zeit haben. Aber es geht.
Was hilft, wenn mir gerade alles zu viel ist?
An den richtig vollen Tagen hilft mir kein Werkzeug und kein Plan. Da ist mein Kopf zu voll für beides.
Was hilft, ist ein Satz. Einer, der nichts von mir will, sondern nur beschreibt, was gerade ist. Deshalb stehen die fünf oben hier und nicht fünf Tipps.
Ein Satz nimmt dir die Überforderung nicht weg. Er nimmt dir das Gefühl weg, dass du mit ihr falsch liegst. Und das ist an so einem Tag oft der Unterschied zwischen durchhalten und zusammenklappen.
Wenn du dich hier wiedererkannt hast
Dann bist du damit nicht allein, und vermutlich stimmt mit dir mehr, als du denkst.
Viele Menschen landen bei mir, ohne ein Wort für sich zu haben. Sie wissen nur, dass sie abends kaputt sind, obwohl der Tag von außen normal aussah. Dass sie schneller gereizt sind, als ihnen lieb ist. Dass ihnen im Supermarkt manchmal alles zu viel wird.
Dafür gibt es einen Namen, und wenn du magst, kannst du in fünf Minuten schauen, ob er zu dir passt: Zum kostenlosen HSP-Test. Kein Ergebnis, das dich in eine Schublade steckt, eher ein Spiegel.
Und wenn dir gerade alles zu viel ist, findest du bei meinen Lösungsideen für überfordernde Momente ein paar kleine Sachen, die sofort gehen.
Es darf leichter werden. Auch für dich.
Deine Jennyfer
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